Frau kalkuliert Nebenkosten beim Immobilienkauf

Welche Nebenkosten beim Immobilienkauf anfallen können

22. Juni 2026 Fatima Yilmaz Kostenüberblick

Wusstest du, dass die Nebenkosten beim Immobilienkauf in Deutschland oft bis zu 15 % des Kaufpreises ausmachen können? Das ist mehr, als viele Erstkäufer einplanen – und kann schnell für Überraschungen sorgen. Zu den wichtigsten Posten gehören die Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie Maklergebühren, falls ein Makler beteiligt ist. Die Grunderwerbsteuer variiert je nach Bundesland, liegt aber meist zwischen 3,5 und 6,5 %. Notar- und Grundbuchgebühren betragen zusammen etwa 1,5 bis 2 % des Kaufpreises. Maklerprovisionen bewegen sich in vielen Regionen um 3,57 % (inklusive Mehrwertsteuer).



Aber es geht noch weiter: Auch Kosten für die Finanzierung selbst, zum Beispiel für die Eintragung einer Grundschuld, sollten nicht vergessen werden. Ebenso fallen manchmal Gebühren für die Erstellung von Energieausweisen oder Gutachten an. Wer eine Wohnung kauft, muss zudem mit Beiträgen zur Instandhaltungsrücklage rechnen.

Die Aufstellung der Nebenkosten hilft dir, realistisch zu planen. Nimm dir Zeit, um alle Posten durchzugehen – so vermeidest du unerwartete Mehrbelastungen. Wer früh kalkuliert, weiß, wie viel Eigenkapital tatsächlich zur Verfügung steht und wie hoch die laufende Belastung ist. Auch beim Vergleich verschiedener Objekte sollte man immer die Nebenkosten einbeziehen, da sie die Gesamtinvestition deutlich beeinflussen können.



Viele Käufer konzentrieren sich auf den Kaufpreis, vergessen aber die "versteckten" Kosten. Dazu zählen zum Beispiel Umzugskosten, Renovierungen oder Gebühren für behördliche Genehmigungen. Ein Tipp: Erstelle eine Liste aller erwarteten Kostenpunkte und aktualisiere sie regelmäßig im Laufe des Kaufprozesses. Wer gründlich plant, bleibt entspannt.

Denke daran: Jede Immobilie ist anders, und auch die Nebenkosten können variieren. Wer unsicher ist, kann einen unabhängigen Experten zu Rate ziehen oder Erfahrungswerte aus dem Bekanntenkreis einholen. Und: Vergangene Erfahrungswerte oder durchschnittliche Kosten garantieren keine bestimmte Entwicklung – Ergebnisse können abweichen.



Fazit: Wer nicht nur auf den Kaufpreis achtet, sondern alle Nebenkosten berücksichtigt, schafft eine solide Grundlage für die Entscheidung. So bleibt die Freude am neuen Zuhause auch nach dem Notartermin erhalten.